Wer Hilfe will bekommt Hilfe

Nicht schweigen, sondern die Probleme ansprechen.
Wer will bekommt Hilfe.

„Wir können nicht mehr miteinander. Wir verstehen uns nicht. Es gibt täglich Streit und Ärger im Zusammenleben und beim Arbeiten. Wenn das so ist, will und kann ich nicht übergeben. Wenn so viel unklar ist will ich auch nicht übernehmen!“

Diese und ähnliche Aussagen sind immer wieder zu hören, wenn Bäuerinnen und Bauern, Kinder und Geschwister über so manche oft unerträgliche Situationen des Lebens am Hof erzählen. Keiner von den Betroffenen will so weiterleben. Alt und Jung suchen nach einer guten Lösung, wobei oft die Frauen die Initiative ergreifen.

Solche Lebenssituationen erfordern einerseits wirtschaftlich zu denken und zu handeln, um den Hof zu erhalten, andererseits geht es auch um die Zukunft der Familie. Dabei ist wichtig ein gutes Familienklima zwischen Alt und Jung als eine vertrauensvolle Basis für das gemeinsame Arbeiten und Leben am Hof zu fördern. Es geht darum, das Zusammenleben der Generationen zu regeln, was miteinander und was in eigenen Bereichen gestaltet wird. Dann kann der Alltag gut bewältigt werden, Zukunftsprojekte besprochen und Hofübergaben und Hofübernahmen gut durchgeführt werden.

Seit mehr als 10 Jahren ist bäuerlichen Familien mit dem Projekt „Zwei Systeme – Eine Welt, Zukunft für bäuerliche Familienbetriebe“, Hilfe für eine gute Entwicklung in ihrer besonderen Situation angeboten worden. Das Projekt wurde in Kooperation mit dem LFI-Steiermark durchgeführt.
Ein Team von Experten und Expertinnen begleitete in dieser Zeit 90 Familien in ihrem Prozess für eine gute betriebliche und menschliche Entwicklung. Einzel- und Paargespräche, Familien und Betriebsaufstellungen, sowie Familienkonferenzen unterstützten die notwendigen Schritte der Veränderung. Die gute Entwicklung der bäuerlichen Familienbetriebe wurde besonders durch die Zusammenarbeit des Sozialteams mit der Kammer für Land- und Forstwirtschaft und mit vielen relevanten bäuerlichen Organisationen gesichert.

Aussagen von Bäuerinnen und Bauern, die an dem Projekt teilgenommen haben.:
• Ich habe gelernt, manches zu akzeptieren

. Dazu gehört auch ein Gegenüber (Schwiegertochter). Der Hof kann nun weiterbewirtschaftet werden und muss nicht mehr unter dem ganzen Problem leiden… sonst wären mein Partner und ich nicht mehr beisammen und auch mein Sohn nicht mehr am Hof.
• Viel mehr Klarheit. Für meinen Mann steht jetzt auch die Familie an erster Stelle. – Völlig anderes Werteverhältnis von Betrieb und Privat.
• Mehr Klarheit, Freude an der Arbeit. Habe mich weiterentwickelt. – Ich kann nun wieder optimistisch mein Leben weiterführen
• Ich fühle mich befreit, es geht mir gut. Mir wurde eine “Last von der Schulter genommen”. Es geht mir seelisch und physisch wieder gut. Ja, weil es jemanden gegeben hat, der sich für unsere Belange interessiert hat.
• Ohne Familienfrieden gibt es keinen funktionierenden Bauernhof und dann sind andere Weiterbildungsmaßnahmen eher zweitrangig.

Ab 2017 haben sich 6 BeraterInnen von professionellen Fachleuten aus dem ehemaligen Sozialteam mit psychosozialen, juristischen, mediatorischen und pädagogischen Kompetenzen zu einem Netzwerk zusammengeschlossen. Sie begleiten weiterhin bäuerliche Familien für mehr Wohlbefinden und für eine erfolgreiche Betriebsführung, auf der Basis der erfolgreichen Beratung der letzten 10 Jahre.

Familien, die diese Unterstützung in Anspruch nehmen wollen, können sich bei dunserer Obfrau des Vereines ZUKUNFT BAUERNHOF Frau Maga Bärbel Pöch-Eder, Hardterstrße 25, 8052 Graz-Tahal bei Graz, Tel: 0677 629 593 11, E-Mail: b.praxis@aon.at
oder bei
Herrn Eduard Ulreich,Tel: 0664/4419708, Homepage zukunft-bauernhof.at, E-Mail: seminar@ulreich.info, Beratungsraum: Schloss Grottenhof Hardt, 8052 Thal bei Graz, Hardterstraße 25
informieren und Gesprächstermine vereinbaren.

Sehen sie auf der Homepage noch weitere Kolleginnen: https://www.zukunft-bauernhof.at/

06.06.2021 E. Ulreich